Mietrendite & Faktor Rechner: Lohnt sich die Immobilie?
Bevor Sie eine Immobilie als Kapitalanlage kaufen, lohnt sich ein schneller Realitätscheck. Zwei Kennzahlen genügen für die erste Einschätzung: der Kaufpreisfaktor und die Bruttomietrendite. Geben Sie Kaufpreis und Jahreskaltmiete ein, und der Rechner zeigt Ihnen sofort, ob sich das Objekt für einen genaueren Blick lohnt.
Schnellrechner
Faktor & Mietrendite berechnen
Kaufpreisfaktor
18,9
Bruttomietrendite
5,28 %
Diese Schnellbewertung nutzt die Bruttomietrendite. Für eine genaue Rechnung mit Kaufnebenkosten, Finanzierung und Cashflow:
Vollständigen Rechner in der App öffnenAlle Angaben ohne Gewähr. Diese Schnellbewertung dient nur der ersten Orientierung und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Finanzberatung dar.
So funktioniert die Berechnung
Beide Kennzahlen setzen den Kaufpreis ins Verhältnis zur jährlichen Kaltmiete, nur aus unterschiedlicher Perspektive.
Kaufpreisfaktor = Kaufpreis / Jahreskaltmiete
Der Faktor sagt, das Wievielfache der Jahresmiete Sie für die Immobilie zahlen. Ein Faktor von 20 bedeutet: Sie zahlen das 20-Fache der Jahresmiete.
Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete / Kaufpreis) × 100
Die Bruttomietrendite ist der Kehrwert als Prozentzahl. Sie zeigt, wie viel Prozent des Kaufpreises Sie pro Jahr an Kaltmiete einnehmen.
Beispiel
- Kaufpreis: 250.000 €
- Jahreskaltmiete: 13.200 €
- Kaufpreisfaktor: 250.000 / 13.200 = 18,9
- Bruttomietrendite: (13.200 / 250.000) × 100 = 5,28 %
Welche Rendite ist gut?
Die Schnellbewertung im Rechner orientiert sich an diesen Richtwerten:
| Bruttomietrendite | Bewertung |
|---|---|
| Unter 3 % | Kritisch - hohe Abhängigkeit von Wertsteigerung |
| 3–5 % | Akzeptabel in guten Lagen |
| 5–7 % | Gut - solide Kapitalanlage |
| Über 7 % | Sehr gut - genau prüfen, warum so hoch |
Ein niedriger Faktor und eine hohe Rendite sind grundsätzlich attraktiv. Sehr hohe Werte sind aber ein Warnsignal: Sie deuten oft auf eine schwache Lage, Sanierungsstau oder ein erhöhtes Mietausfallrisiko hin.
Wichtig: Nur eine erste Näherung
Der Kaufpreisfaktor und die Bruttomietrendite lassen die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler) und die laufenden Kosten (Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall) außen vor. Die aussagekräftigere Nettomietrendite fällt dadurch spürbar niedriger aus. Wie groß der Unterschied ist, lesen Sie im Detail unter Mietrendite berechnen und Kaufnebenkosten in Deutschland.
Für eine vollständige Rechnung mit Kaufnebenkosten, Finanzierung, Cashflow und Eigenkapitalrendite nutzen Sie den Immobilien-Renditerechner in der checkmeineimmo-App.
Häufige Fragen
Was ist der Kaufpreisfaktor?
Der Kaufpreisfaktor (auch Vervielfältiger genannt) ist das Verhältnis von Kaufpreis zu Jahreskaltmiete. Ein Faktor von 20 bedeutet, dass der Kaufpreis dem 20-Fachen der Jahresmiete entspricht. Je niedriger der Faktor, desto schneller amortisiert sich die Immobilie über die Mieteinnahmen.
Was ist ein guter Kaufpreisfaktor?
Als Faustregel gilt ein Faktor bis etwa 20 als günstig, 20 bis 25 als marktüblich und über 25 als teuer. In gefragten Großstadtlagen liegen die Faktoren oft deutlich höher, dort wird ein Teil der Rendite über die erwartete Wertsteigerung erzielt.
Wie berechne ich die Bruttomietrendite?
Die Bruttomietrendite berechnet sich als Jahreskaltmiete geteilt durch den Kaufpreis, multipliziert mit 100. Bei 13.200 Euro Jahresmiete und 250.000 Euro Kaufpreis ergibt das eine Bruttomietrendite von 5,28 Prozent.
Welche Mietrendite ist gut?
Unter 3 Prozent gilt als kritisch, 3 bis 5 Prozent als akzeptabel in guten Lagen, 5 bis 7 Prozent als solide Kapitalanlage und über 7 Prozent als sehr gut. Bei sehr hohen Werten sollten Sie die Ursachen genau prüfen, etwa Lage, Zustand oder Mietausfallrisiko.
Berücksichtigt der Rechner die Kaufnebenkosten?
Nein. Dieser Schnellrechner nutzt die Bruttomietrendite ohne Kaufnebenkosten und laufende Kosten, ideal für einen ersten Vergleich. Für die genauere Nettomietrendite mit Kaufnebenkosten, Finanzierung und Cashflow nutzen Sie den vollständigen Rechner in der checkmeineimmo-App.